Śri Tathāta0
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In dieser Rubrik finden Sie zum Unterweisungen von Śrī Tathāta sowie Antworten auf Fragen.


"Den alten Rishis der Vedischen Zeit zufolge zielt die Schöpfung darauf hin, dass alle lebenden Wesen vollkommene Göttlichkeit erlangen. Dadurch erhält das Leben, als integraler Bestandteil der Schöpfung, seinen Sinn.

Schöpfung bedeutet Evolution. Die Welt ist das Resultat eines langsamen, aber ununterbrochenen Evolutionsprozesses. Jedes einzelne Element der Schöpfung existiert in einem ganz bestimmten Stadium und beherbergt in sich das tiefe Bedürfnis, sich zur nächsthöheren Ebene hin zu entwickeln. Dieses tiefe Bedürfnis, sich auf der Evolutionskette nach oben zu bewegen, wohnt jeder Einheit der Schöpfung inne.

Tatsächlich bewirkt die Energie der Natur in jedem Element der Schöpfung, dass es sich bewegt und weiterentwickelt. Dieser Prozess setzt sich solange fort, bis ein Wesen die Ebene des menschlichen Seins erreicht hat. Bis ein Geschöpf sich zum menschlichen Stadium entwickelt, wird es ohne sein Wissen und Gewahrsein von Gott erhalten. Mit anderen Worten, die anderen Geschöpfe nimmt Gott bei der Hand, um sie zu den höheren Stufen der Evolution zu führen. Beim Menschen ist es anders: Gott gab ihm den freien Willen und die Kraft der Unterscheidungsfähigkeit, deshalb wird von ihm eine bewusste Entscheidung für seine Lebensführung verlangt.

Der Mensch muss sein Leben auf die Erfüllung seines Lebenszieles ausrichten. Lebt er auf andere Weise, so wird sein Leben voller Leid und Kummer sein. Es ist Zeit, unser Leben und unsere Ziele zu überdenken. Normalerweise sind wir nicht in der Lage, das wahre Ziel und den Sinn des Lebens zu verstehen.

Die Welt ist wie ein Marktplatz. Alle Dinge, die guten wie die schlechten, sind auf den Straßen ausgebreitet. Gott lässt dies zu. Sowohl die Dunkelheit wie auch das Licht existieren auf Erden. Das ist notwendig, denn die Erde ist ein Ort des Wachstums. In dieser komplexen Situation müssen wir wachsam sein, wir müssen wissen, was unserem Wohlergehen dient. Dies nennt man vivek oder Fähigkeit zur Unterscheidung. Ohne sie können wir unseren Lebenssinn nicht erfüllen. Unser Verstand führt uns in die Irre und verleitet uns zu zerstörerischen Handlungen. Wir sind die Opfer unserer eigenen unbeherrschten Wünsche und nur unser Unterscheidungsvermögen kann uns helfen. Um die Qualität von vivek zu gewinnen, ist der Kontakt zur höchsten Wahrheit unabdingbar.

Gott ist die absolute Wahrheit und das Zentrum der Schöpfung. Die Welt ist ein Widerschein Gottes. In gleicher Weise sollten wir Gott ins Zentrum unseres Lebens stellen. Das ist die einfache Wahrheit. Bis jetzt standen unkontrollierte Wünsche im Vordergrund unseres Lebens, deshalb war es verfälscht und oberflächlich. Gebt von nun an Gott den Platz im Zentrum eures Lebens! Euer Verstand kann sich dann an dieser Mitte orientieren und zum ersten Mal wird die äußere Welt euch nicht mehr irreleiten. Ihr habt die Fähigkeit der Unterscheidung erlangt.

Ihr werdet euch jetzt vielleicht wundern, wenn ich sage, Gott zu erreichen sei nicht das Ende der Reise. Natürlich ist es ein erster Schritt, aber danach müsst ihr zurückkommen und in der Welt leben, erfüllt von Gottes Herrlichkeit und Gegenwart. Das ist der Beginn eines neuen Lebens, eines Lebens in ewiger Freude und Glückseligkeit. Ihr erreicht Unsterblichkeit! Das ist das volle Erblühen des Lebens. Man könnte es die Realisierung der vollkommenen Göttlichkeit nennen, und genau das ist in Wahrheit Ziel und Zweck des Lebens. Alle Teile bewegen sich auf die göttliche Vollendung zu, und darin liegt die Erhabenheit der Schöpfung.

Gott ist die Verkörperung der Liebe. In den Veden heißt es, dass Liebe der Stoff ist, aus dem Gott die ganze Welt erschuf. Die ganze Schöpfung ist Liebe. Selbst die moderne Wissenschaft hat erkannt, dass die Galaxien durch Anziehungskraft zusammen gehalten werden. Jede kleinste Einheit, selbst ein Molekül oder Atom, besteht durch diese Kraft. Generationen von Menschen entstanden durch die Kraft der Anziehung zwischen den Geschlechtern. Weder die Familie noch die Gesellschaft könnten überleben und vereint bleiben, wenn diese Anziehungskraft, die nichts anderes als Liebe ist, sie nicht zusammenhalten würde.

Liebe ist der Anfang, die Mitte und das Ende. Es gibt keine höhere Tugend als die Liebe. Sehen wir uns aber in der heutigen Welt um, dann könnten wir verzweifeln, denn die Liebe ist dort ein seltenes Gut geworden. An Hass und Unglück herrscht kein Mangel, aber Liebe ist sehr schwer zu finden und das ist eine höchst bedauerliche Situation. Überall in der Welt sind die Menschen zutiefst unzufrieden. Sie leiden an diesem oder jenem Problem: Kummer, Verlust, Krankheit und Tod überschatten tagaus tagein ihr Leben.

Sicherlich, es ist uns gelungen, die äußere Welt zu erforschen – viele Erkenntnisse der modernen Wissenschaft sind ganz erstaunlich – doch dies sind nicht die Kriterien, um unseren wahren Erfolg zu messen. Die entscheidende Frage ist doch, ob wir wahre Glückseligkeit gefunden haben. Es ist töricht, zu glauben, dass die Wissenschaft alle Probleme der Menschheit lösen könne. Wir erfinden Medikamente gegen eine Krankheit, derweil brechen zehn neue aus, für die es kein wirksames Heilmittel gibt. Bis heute hat die medizinische Forschung darin versagt, wirkliche Heilmethoden für Krebs, Herzinfarkt, Aids und andere chronische Krankheiten zu finden. Wissenschaftliche Methoden können uns keine dauerhafte Lösung für unsere Probleme bringen. Eine wirkliche Lösung muss in unserem Inneren beginnen, denn letztendlich sind wir selbst für alles verantwortlich.

Unsere Konsumgesellschaft basiert auf dem Prinzip der Nützlichkeit, sie ist das zugrundeliegende Ethos der Gesellschaft. Doch das Prinzip der Nützlichkeit sollte nicht ins Zentrum des menschlichen Lebens gestellt werden! Dies ist der Grund für den Zusammenbruch des Familienlebens. Wir versuchen, unsere alten Eltern loszuwerden, wenn sie für uns nutzlos geworden sind, genauso, wie wir ein altes Auto entsorgen würden. Das Gleiche gilt für die Beziehung zweischen Ehemann und Ehefrau, Meister und Schüler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer und so fort. Dabei sollten menschliche Beziehungen niemals am Grad ihrer Nützlichkeit gemessen werden.

Meine Kinder, die wichtigste Frage ist doch: Wie können wir unser Leben zur Erfüllung bringen? Die Tradition der Meister betont, dass Dharma der Weg ist. Dharma ist der Weg zum Göttlichen. Der Mensch ist unglücklich, weil Dharma in seinem Leben fehlt.

Die Lehre des Dharma hat ihren Ursprung in den Veden. Um Dharma zu praktizieren, müssen wir uns zweier grundlegender Aspekte bewusst sein: Wissen und Energie. Wissen bedeutet Bewusstheit bzw. Unterscheidungsvermögen. Sie bezeichnet eine innere Klarheit, ein inneres Verständnis dafür, was im Leben zu tun und was zu vermeiden ist. Energie bedeutet innere Stärke, die Kraft zum Handeln, sich Herausforderungen zu stellen und unsere Unzulänglichkeiten zu überwinden.

Energie ohne Bewusstheit ist gefährlich, da wir durch Energie bzw. Macht die Möglichkeit haben, anderen zu schaden und sie sogar zu zerstören. Wissen ohne Macht ist wirkungslos. Angenommen, ihr habt zwar die gute Absicht, anderen zu helfen, aber weder Mittel noch Gesundheit. Was nützen dann diese guten Absichten? Ihr könnt nur davon träumen zu helfen, das ist alles.

Wir wissen jetzt, dass Macht ohne Wissen zerstörerisch wirkt und Wissen ohne Macht wirkungslos ist. Dharma ist eine Synthese von beidem, Wissen und Macht. Das Göttliche ist jenseits von Wissen und Macht. Tatsächlich ist es die Qelle von beidem, sie sind Attribute des Göttlichen. Man könnte sagen, auf der linken Seite Gottes steht die Macht und auf der rechten das Wissen. Um Dharma auszuüben, ist die Verbindung mit dem Göttlichen notwendig, denn durch diese Verbindung werdet ihr fähig, Wissen und Macht in eurem Leben zu vereinen.

Diese Mischung lässt Wunder geschehen: Ihr werdet transformiert. Nehmen wir als Beispiel die sexuelle Energie. Sie ist die elementare Energie in uns. Falsch benutzt wirkt sie kontraproduktiv, sogar zerstörerisch. Bei einem ärgerlichen Menschen explodiert sie in Wutanfällen, bei einem gieriegen Menschen wird sie zu Habgier. Wird die sexuelle Energie aber richtig angewendet, so wirkt sie höchst kreativ. Alle kreativen Menschen wie Künstler, Sänger und Meditierende nutzen diese Energie für ihre Kreativität. Vielleicht erstaunt es euch zu hören, dass sexuelle Energie, die nur nach innen gerichtet ist, zum Zustand des samadhi führt.

Der aufgewühlte Zustand der heutigen Menschheit ist leicht verständlich: Die Lebensenergie treibt die Menschen an, aber sie haben kein Bewusstsein und kein Verständnis für das höhere Leben. Niedrige Instinkte beherrschen ihr Handeln und ihre Energie ist naturgemäß auf einfache Aktivitäten ausgerichtet. Die Menschen sind damit beschäftigt, zu töten, zu plündern und andere zu unterdrücken. Sie jagen ihren unkontrollierten Gelüsten nach. Da ihr Geist wenig entwickelt ist, fehlt ihnen das rechte Bewusstsein, um ihre Lebensweise zu ordnen und ihre Lebensenergie kreativ fließen zu lassen.

Da diese fehlgeleitete Art und Weise zu leben sehr tief in unserem Charakter verwurzelt ist, sind wir zu schwach, um sie aus eigener Kraft zu ändern. Um dieser Herausforderung zu begegnen, brauchen wir jemanden, der uns Rückhalt gibt. Das macht den Meister in unserem Leben so wichtig. Stellt euch die Schwierigkeit vor, in einem mächtigen Fluss gegen den Strom zu schwimmen. Die Aufgabe ist fast unmöglich. Genauso ist es mit dem Versuch, den Riesenberg der angesammelten Charaktereigenschaften zu überwinden. Allein können wir nicht viel tun. Wir brauchen die Führung und Hilfe eines wahren Meisters, der die göttliche Autorität besitzt, mit den Seelen der Menschen zu arbeiten. Ein wahrer Meister hilft den Menschen, frei zu werden und auf eigenen Beinen zu stehen.

Alle Möglichkeiten liegen offen vor uns und unsere Wahl hängt von unserer Unterscheidungsfähigkeit ab. Wir können uns selbst zu Heiligen oder Teufeln machen. Ein Mensch mit der richtigen Unterscheidungskraft kann Wissen und Macht verbinden, um über beide hinauszugehen und Gott zu finden. Mit Macht allein wird es nie möglich sein, die Wohnstätte Gottes zu erreichen, genauso wenig nur mit Wissen. Merkt euch gut, dass um Gott zu finden beide Aspekte vereint werden müssen. Dies ist auch das Geheimnis für den Erfolg in unserem Alltag. Dann werden unsere Handlungen und unser Karma göttlich und unser Leben wird mit Freude und Glück gesegnet."

 

 

Auszug aus dem Programm von Śrī Tathāta in der Schweiz 2013:


„Alles Wandelbare, wie die Zeit, der Ort, die Umstände, der Körper etc. sind nicht in der Lage, uns dauerhaften Frieden und Erfüllung zu schenken. Wir sollten mit der absoluten Wahrheit/der Stille im Zentrum aller Bewegung verbunden sein. Die Verbundenheit mit diesem Zentrum von allem ist möglich, und die Getrenntheit davon ist die Ursache für all unsere gegenwärtigen Probleme, die wir überall in der Gesellschaft und in der Natur sehen können, und die sich stetig verschlimmern. Diese Probleme sind ein Spiegel unserer eigenen Negativität, wie z.B. unserer Aggression, der Tendenz, andere auszubeuten etc.

Ohne die Verbindung mit dem ewigen, inneren Wissen unternehmen wir so vieles, z. B. leben wir in einer Familie, ohne zu wissen, was das Ziel, die höhere Ausrichtung von Familie ist. Wir müssen dieses Wissen, das bereits in uns ist, erwecken, sonst gehen all unsere Handlungen fehl.

Die Menschen wurden nicht geboren, um zu leiden, wir sind die Lieblingskinder von Mutter Natur. Wir sollten eigentlich glücklich sein. Da wir diese innere Verbindung zur Wirklichkeit jedoch nicht haben, tritt an diese Stelle sofort etwas anderes, Unwirkliches, woran wir anhaften und woraus sich in der Folge Probleme entwickeln.

Seit langer Zeit haben wir dem ursprünglichen Geist keine Bedeutung geschenkt, sondern vergessen. Wir haben uns nur auf die äußere materielle Welt konzentriert, die uns niemals Frieden schenken kann. Erst dann, wenn wir innerlich verbunden sind, wird sich Glück und Frieden auch im Äußeren manifestieren. Wie können wir diese innere Entwicklung erreichen? Darauf sollten wir uns konzentrieren!

Die Menschheit als Ganzes ist nun fähig, in ein höheres Bewusstsein aufzusteigen, nicht nur einige wenige, wie in der Vergangenheit! Die Zeit, die Umstände und Energien sind reif dafür. Doch die Menschen sind fokussiert auf ihre alten Verhaltensmuster und die Vergangenheit. Der Wandel wird jedoch stattfinden, und je bereitwilliger und offener die Menschen dafür sind, desto harmonischer wird der Übergang, je mehr sie sich widersetzen, desto gewaltsamer und problematischer wird er werden.“

 

 

Antwort auf die Frage nach einer geeigneten Kindererziehung:

„Wir sollten die Kinder moralische Werte lehren (Werte des Dharma), durch konkrete Beispiele aus der Natur, z. B. die Sonne scheint unterschiedslos auf alles und nährt alles, in gleicher Weise sollten auch wir niemanden ausgrenzen und anderen helfen. Wir sollten die Kinder aber auch praktische Übungen lehren wie Mantrarezitation (z. B. Gayatri), die Verbindungsmeditation oder Yogaübungen.“

Frage: Warum gibt es so viele verschiedene Religionen?

Antwort: „Jede Religion ist zu einer bestimmten Zeit unter bestimmten Umständen entstanden und ist angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse. Alle haben das Ziel, den Menschen zu helfen und ihren Geist zu entwickeln und freier zu machen. Doch viele Religionen haben sich im Lauf der Zeit verändert. Unser Kriterium bei der Beurteilung unserer Religion sollte sein, ob sie uns hilft und freier macht. Wenn ja, dann erfüllt sie ihren Zweck, wenn nicht, dann sollten wir uns nach etwas anderem umschauen.“

Dann wurde nach den persönlichen Essensgewohnheiten von Śrī Tathāta gefragt und warum er bzw. die meisten spirituellen Meister eigentlich keine Partnerschaft führen, warum es kaum weibliche Meister gibt, und was passiert, wenn er stirbt. Angesichts dieser direkten persönlichen Fragen war Śrī Tathāta sichtlich amüsiert ("good question") und antwortete, dass er sich strikt vegetarisch ernähre, jedoch nur soviel, wie sein Körper benötige ("ich esse, um zu leben, und lebe nicht, um zu essen").

Tatsächlich stehe es einem Meister frei, eine Partnerschaft zu führen und Familie zu haben oder nicht. Unter den alten Rishis waren viele, die Familie hatten und es gab auch eine bedeutende Anzahl weiblicher Rishis bzw. Rishinis. Frauen wären in spirituellen Fähigkeiten keineswegs unterlegen. Sowohl die männlich geprägte Kultur der Vergangenheit als auch die größere Einbindung der Frau in Haushalt und Kindererziehung wären jedoch die Hauptgründe dafür, dass Männer öfter und einfacher Zugang zu Spiritualität bzw. zu deren Praktizieren erhalten hätten.

Bezüglich Partnerschaft merkte Śrī Tathāta an, dass es nicht korrekt sei, zu sagen, dass er keine führe. Diese wäre jedoch innerlich mit seiner Shakti-Energie und er wäre ständig mit ihr verbunden.

Zur Frage nach seinem Tod erklärte Santhosh (Śrī Tathātas Übersetzer), dass Śrī Tathāta keine individuelle Seele sei und schon oft mit einem bestimmten Auftrag auf die Erde gekommen wäre, und nach dessen Erfüllung seinen jeweiligen physischen Körper wieder aufgegeben habe. Dies würde auch in Zukunft geschehen.

Auf die Frage, welchem der vielen therapeutischen bzw. medizinischen Systeme der Vorzug zu geben sei, wurde geantwortet, dass alle Heilungsansätze ihre Berechtigung hätten, es gebe ja auch die unterschiedlichsten Leiden und Krankheiten. Es bestünde nicht die Notwendigkeit, einzelne Systeme zu kritisieren.

Auf die Frage, was man denn tun könne, um sich mit dem inneren Wissen zu verbinden bzw. spirituell voranzuschreiten erläuterte Śrī Tathāta über die verschiedenen von ihm angebotenen Initiationen und die damit verbundenen Bedingungen (tägliche Sadhana und eine vegetarische Ernährungsweise). Wer spirituell fortschreitet, der würde sich ab einem gewissen Punkt automatisch vegetarisch ernähren. Es folgten Erläuterungen über Reinheit und Gewaltlosigkeit. Wer sich ohne einen Meister entwickeln wolle, dem empfahl er die Verbindungsmeditation zu den besonderen Tageszeiten (siehe Rubrik Meditation) und die Rezitation von Gayatri.



Auszug aus dem Programm von Śrī Tathāta in Rom 2013:


In seinem Vortrag auf einem Yogafestival in Rom sprach Śrī Tathāta über das diesjährige Motto des Festivals: Einheit.

Die Rishis und Yogis des antiken Indien hätten zur Förderung von Einheit und Harmonie das System des Yoga entwickelt, welches in der heutigen Zeit überaus populär geworden ist. Yoga habe einen sehr großen Wert für die Gesundheit des Körpers als Grundvoraussetzung für einen ausgeglichenen und glücklichen Geist, den sich alle wünschen. Doch Yoga solle nicht auf den Körper beschränkt werden, dann beginne erst die Arbeit am Prana und dem Bewusstsein, und der Verwirklichung des höheren Sinns des Menschen, der sich vom "Tiermenschen" zum "Mensch-Menschen", zum "höheren Menschen" bis zum "göttlichen Menschen" entwickle. Die Asanas, von denen viele Tieren nachempfunden seien (die diese nicht erst in einer Yogaschule lernen müssen), ermöglichten die Aufnahme von positiver Energie, die ausgleichend auf alle Bereiche des Menschen wirke. Die eingangs (des Vortrags) rezitierten vedischen Mantren wären genau zu dem Zweck entstanden, die Einheit und Harmonie im Menschen und der Natur zu fördern.

 

Auf seinem ganztägigen Programm im Süden von Rom wurde Śrī Tathāta willkommen geheißen mit dem Bhadjan "Om shakti Om", einer Schale mit Blumen und einer mit Früchten, die er segnete. Dann sprach er über den Grund des Hierseins der Anwesenden:

Sie alle wären auf der Suche nach einem tieferen Sinn im Leben und wünschten sich Klärung von Zweifeln und Antworten. Die Reise eines jeden von uns gehe über viele Leben in vielen menschlichen Körpern, die der Seele als Vehikel dienen. Doch wir würden alles vergessen, wenn wir geboren werden, das Ziel unseres jetzigen Lebens, woraus sich eine tiefe Verwirrung ergebe. Dies sei die Situation eines jeden Menschen. Sri Tathata wies auf das Gleichnis des Ozeans von Samsara hin (dem Kreislauf der Wiedergeburt) und der verzweifelten Suche nach festem Boden. Von Zeit zu Zeit kämen Repräsentanten des Göttlichen auf die Erde, um der Menschheit den rechten Weg zu zeigen, wie sie die rettende Küste erreichen könne, wie ein Leuchtturm den orientierungslosen Schiffen, wenn wir bereit wären, unsere Augen zu öffnen.

In diesem Leben leide jeder, auf die ein oder andere Art. Wir hätten versucht, schöne Ausreden und Entschuldigungen für unsere Unzufriedenheit zu finden. Immer wieder hofften wir erneut und würden wieder enttäuscht. Könne es sein, dass das Leben nun einmal leidvoll, voller Auseinandersetzungen, Ausbeutung, Kriege etc. wäre?

Nein!

Das Leben wäre in Wahrheit für Freude und Glück, nur hätten wir das Ziel vergessen, was die Ursache all unserer Probleme wäre.

Wie können wir aus diesem ewigen Kreislauf von Aktionen und deren Auswirkungen frei werden?

Ein jeder suche Glück und Erfüllung, nur auf unterschiedliche Weise: der eine auf materiellem Weg, der andere auf spirituellem Weg.

Hochentwickelte Menschen hätten die Freiheit durch eine tiefgreifende Reinigung all ihrer Wesensanteile erreicht und die Wahrheit erkannt. Es wäre unser Geburtsrecht, diese Wahrheit zu erkennen, durch die Wege, die uns von den großen Wesen gezeigt wurden.

Wir sollten uns zweier Dinge bewusst sein: dem heutigen Leben, nach dem Gesetz des Karma, das nur eine ständige Wiederholung darstelle, wo es nichts wirklich Neues gebe, was wir nicht schon erlebt hätten (in diesem Leben oder in früheren), und weswegen wir innerlich gelangweilt und frustriert seien und neue Wege/Erfahrungen suchen würden, vielleicht auch mittels Alkohol oder Drogen etc.

Das zweite sei die besondere Qualität der Zeit, in der wir leben, einer Periode des Übergangs, die einen grundlegenden Wandel unseres Wesens unterstützen könne, eine Wiedergeburt unseres Bewusstseins, ein wirklich neues Leben, wenn wir uns dafür entscheiden würden. Dieser neue Weg ist der Weg des Dharma, der ewigen Ordnung und Wahrheit allen Lebens, allen Fortschritts. Wenn wir bereit seien, dem Dharma entsprechend zu leben, dann werde uns das reinigen und erheben. Doch dafür sei eine starke, bewusste Entscheidung notwendig.

Die Menschen besäßen nun jedoch diese Stärke, mit der großen Macht ihres Willens und Bewusstseins eine solche Entscheidung zu treffen, und dem Dharma entsprechend zu leben. Die Menschheit müsse sich durch den Weg des Dharma entwickeln, den die großen Wesen und Propheten uns in der Vergangenheit gezeigt hätten. Dazu wären die Menschen als Ganzes bislang noch nicht bereit gewesen. Wir hätten versucht, sie auf unsere eigene begrenzte Weise zu verstehen und konstruierten viele Dinge in ihrem Namen, die nicht dem ursprünglichen Sinn entsprochen hätten. Dies sei geschehen mit Sri Krishna, mit Buddha und mit Jesus. Doch nun sei das menschliche Bewusstsein gewachsen und bereit, dem Weg des Dharma zu folgen.

Das Leben auf der Erde solle ein Leben im Dharma werden. Die Welt befinde sich gegenwärtig im Konflikt zwischen den alten Werten und Wegen und einem neuen Bewusstsein. Einige produzieren beispielsweise immer noch effizientere Methoden und Waffen, um andere zu töten, auszubeuten etc. Stattdessen sollten wir immer bessere Wege finden, zu lieben und gemeinsam zu arbeiten und zu leben!

Heutzutage seien die Bedürfnisse des Körpers und seiner Sinne und der von den Sinnen beherrschte Geist das Wichtigste. Doch dies wäre eine äußerst begrenzte Lebensweise. Ein erweitertes Bewusstsein wäre notwendig. Dazu sollten wir zuerst auf individueller Ebene ansetzen.

Grundlegend hierfür sind drei Stufen, um innerlich zu wachsen und bewusster zu werden:

1. Reinigung unserer drei Körper: physischer, energetischer (Prana) und mentaler (Geist, engl. mind). Dies sei notwendig, um unser persönliches Karma zu transformieren, das Karma, das wir von der Linie unserer Eltern (Ahnen) übernommen haben, die Einflüsse der Gesellschaft etc.

Wir wären zuinnerst rein, doch von äußeren Einflüssen verunreinigt. Das Beispiel einer reinen, sattvischen Flüssigkeit wie Milch, die in einem schmutzigen Topf gekocht wird, und deshalb ungenießbar wird, obwohl ursprünglich rein.

Zur Reinigung unserer verschiedenen Körper entwickelten die alten Rishis und Yogis viele wissenschaftliche Systeme wie Yoga etc.

2. Erwecken unserer spirituellen Energien, die in uns schlafen. Dazu gebe es spirituelle Übungen (sadhana). Großartige Eigenschaften und Kräfte würden in jedem menschlichen Wesen schlummern. An einem gewissen Punkt müssten diese Kräfte erweckt werden. Zum Vergleich ein Kind, das zur Schule geht: alles Wissen ist bereits im Kind vorhanden, es ist die Aufgabe des Lehrers, dieses zu erwecken.

3. Vereinigung: normalerweise würden unsere spirituellen Energien nach außen fließen, uns ständig verlassen und so verschwendet. Dieser Prozeß sei zu korrigieren und die Energien über die Sinne in uns vereint werden. Dies sei ein eher technischer Vorgang, für den es bestimmte sadhanas gebe.

Diese drei Punkte stammen aus den Dharma Sutras, die in insgesamt acht Stufen die Schritte zur Erfüllung des Lebens beschreiben.

Der 4. Schritt ist der Aufstieg zum Höchsten Bewusstsein, dem Höchsten Licht. Der 5. besteht darin, uns selbst dem Göttlichen Licht hinzugeben (great surrender). Der 6. Schritt ist die Verteilung des Lichts in die drei Körper (physischer, pranischer, mentaler), die dadurch erleuchtet werden. Der 7. Schritt ist eine "Vergöttlichung" (divinisation) der drei Körper und ihrer Bewegungen. Der 8. schließlich ist höchste Glückseligkeit, göttliche Freude (ananda).

Hier kam Sri Tathata auf seine speziellen Initiationen zu sprechen: zuerst dharma snana, dem Beginn eines Lebens im Dharma, einem inneren Reinigungsprozeß, verbunden mit einer täglichen spirituellen Praxis (sadhana), einer vegetatischen Ernährungsweise und dem Verzicht auf Alkohol und Drogen. Dazu bräuchte es Entschlossenheit und Unterscheidungsfähigkeit: ich verzichte auf bestimmte Dinge, die mir nicht so wichtig sind zugunsten anderer Dinge, die mir nun wichtiger sind. Wer sich dazu nicht entschließen möchte, der kann als vorbereitende Stufe anugraha snana empfangen, ebenfalls mit einer kleinen täglichen sadhana, jedoch ohne weitere Bedingungen.

Gewohnheiten hätten ihre eigene Kraft. Viele bekämen Angst, wenn wir sagen, sie sollten einige ihrer Gewohnheiten ändern (wie für die dharma snana Initiation). Sie seien durch die Macht der Gewohnheiten nicht frei, zu entscheiden, was für ihre Entwicklung nun notwendig ist und was nicht mehr.

Frage: Was passiert denen, die nicht dem Weg des Dharma folgen?

Antwort: Sie würden weiterhin im Kreislauf von samsara gefangen bleiben, bis ihre Zeit gekommen sei, um frei zu werden.

Frage: Warum darf man ab der dharma snana Initiation keinen Wein trinken, nicht mal ein kleines Gläschen ab und zu? Jesus hätte doch auch nichts gegen Wein gehabt.

Antwort: Die Zeit von Jesus sei eine andere gewesen, der Mensch von heute sei nicht derselbe wie vor zweitausend Jahren, sondern habe sich weiterentwickelt, mit anderen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Wenn Jesus heute leben würde, würde er dasselbe sagen.

Frage: Praktizieren wir Vegetarismus aus Mitgefühl zu den Tieren oder nur zur inneren Reinigung?

Antwort: Beides sei korrekt und miteinander verbunden. Es gebe die verschiedenen gunas (sattva=rein, ausgeglichen; rajas=leidenschaftlich, aufgewühlt; tamas=schwer, unbewußt, träge) und jede Nahrung sei einem (oder zwei) guna zugeordnet. Wenn wir ein höheres Bewusstsein erlangen wollen, dann sollten wir auch Nahrungsmittel der oberen gunas zu uns nehmen. Ein weiterer Aspekt sei Liebe und Mitgefühl der gesamten Schöpfung gegenüber (das Prinzip von ahimsa=Gewaltlosigkeit).

Frage: Warum fühlen wir uns manchmal von Partnern angezogen, die uns gar nicht wollen oder uns nur schaden?

Antwort: Dies gehöre zu einem niederen Zustand der Emotionen. Der eine Partner ist „anhaftend“, der andere hasst, beides seien unreine Emotionen. Wenn wir wirklich lieben würden, dann gebe es kein Problem. Eine solche reine Liebe sei möglich. Ein Beispiel dafür wäre die Liebe zwischen Tathāta und vielen Menschen, die mit ihm verbunden seien. Die größte Aufgabe im Leben sei, zu lernen, wie man liebe.

Frage: Warum gibt es so viele Meister, Wege und Traditionen?

Antwort: Ein Vergleich mit dem Gesundheitssystem: es gebe viele Grade und Institutionen, wie Krankenschwester, Apotheker, Arzt, Professor usw., die alle den verschiedenen Bedürfnissen der Kranken nachkämen. Dementsprechend gebe es viele Grade von Meistern. Śrī Tathāta sei jedoch keiner davon, er sei gekommen, um der Menschheit in dieser Periode des Übergangs zu helfen.

Frage: Warum sollen wir uns auf das ajna-Chakra (das dritte Auge) konzentrieren?

Antwort: Das ajna sei das Zentrum der Verbindung des Göttlichen mit dem Menschen und verbunden mit all seinen 72000 subtilen Energiekanälen (nadis). Vom ajna aus könne das Licht überall hin verteilt werden, es sei außerdem der Vereinigungspunkt von ida, pingala und sushumna (den wichtigsten Energiekanälen) und das wichtigste Zentrum im Menschen.

Frage: Warum benötigen wir Rituale? Ist die Kraft des Herzens nicht genug, um alles zu transformieren?

Antwort: "Rituale helfen, das Herz zu öffnen. Wenn das Herz offen ist, dann wird alles zu einem heiligen Ritual."

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Nondualität und Dharma?

Antwort: advaita (Nondualität) sei das letzte Ziel und Dharma der Weg dorthin.

Frage: Was ist der Mittlere Weg?

Antwort: Das Meiden von Extremen. Alles Leben sei bipolar organisiert: Tag/Nacht, gut/böse, angenehm/unangenehm, glücklich/traurig etc. Wir seien meist in den Extremen verhaftet: wenn jemand Gutes tut und wir Schlechtes tun, dann mögen wir ihn nicht, wenn ein anderer Schlechtes tut und wir Gutes, dann mögen wir ihn ebenfalls nicht. Wenn wir die Extreme jedoch übersteigen (transzendieren) könnten, dann könne alles erlöst werden, nicht durch Zurückweisung und Trennung, sondern durch Verbindung. Das ajna sei dieser Punkt der Verbindung und Ausgeglichenheit. sushumna sei der Mittlere Weg, der Weg der agni snana Praxis, um fortzuschreiten.

Frage: Das Böse ist so stark in der heutigen Zeit. Gibt es Hoffnung für einen Sieg des Guten?

Antwort: Wenn wir ein adharmisches Leben (ein Leben ohne/gegen den Dharma) führen, dann triumphiert das Böse.

Frage: Was passiert, wenn wir zurückfallen auf eine niedrigere Stufe?

Antwort: Dies geschehe aufgrund unseres Karma. Wir würden bei unseren nächsten Versuchen wieder aufsteigen.

Frage: Wie können wir die ökologischen Probleme lösen?

Antwort: Die Lösung bestehe darin, in Verbundenheit mit der Natur zu leben. Dann würde die Natur uns unterstützen, ernähren und beschützen.

Frage: Welches ist die beste innere Haltung, um eine Initiation zu empfangen?

Antwort: Die bestmögliche Absicht für die Erfüllung unseres Lebens und zum Wohlergehen der Welt.

Frage: Kann man die sexuelle Energie als transformierendes Werkzeug benutzen (wie im tantra)?

Antwort: Die sexuelle Energie als Grundlage unseres Lebens sollte richtig verwendet werden. Wenn wir sie zur Transformation benutzen anstatt zur Sinnesbefriedigung, dann würden wir wahres Wissen erlangen. Die Kindheit bzw. Jugend sei die richtige Zeit, um die sexuelle Energie zu transformieren. Dadurch entstehe ein guter Charakter, moralische Werte, höhere Liebe und Mitgefühl, Kreativität und Wissen. Idealerweise sollte diese Zeit bis zum 21. Lebensjahr dauern (auf spirituelle Weise die sexuelle Energie zu transformieren, anstatt sie einfach nach außen zu schleudern). Danach könne man ein glückliches und gutes Familienleben führen.

Frage: Wie kann man sich vor schwarzer Magie oder bösen Geistern schützen? Was sagt Śrī Tathāta über Channeling, Engel und Familiengeister?

Antwort: Das Universum sei sehr komplex, es existierten viele Wesen auf den subtilen/feinstofflichen Ebenen, sowohl gute als auch schlechte, mit unterschiedlich großen Kräften. Von ihnen sollten wir uns nicht abhängig machen. Unser Geist sollte auf die Höchste Wahrheit gerichtet sein. Wenn wir uns zuviel mit den feinstofflichen Wesenheiten einlassen würden, dann würden wir unter deren Einfluss geraten, von ihnen abhängig und unfrei. Wenn wir auf die Höchste Wahrheit ausgerichtet seien, dann unterstützten uns feinstoffliche Wesen natürlicherweise.

Wenn wir bewusst und geistig stark würden, dann könnten uns keine negativen Kräfte etwas anhaben. Das sei der beste Schutz.

Frage: Was sollen wir tun, wenn uns die Gesellschaft Hindernisse in den Weg legt?
Antwort: Wir können nicht gegen die Gesellschaft kämpfen. Ein stabiler Geist sei zu kultivieren, um zu überleben und auf positive Weise an einem Wandel zu arbeiten.

Es folgte eine Erläuterung der Verbindungsmeditation (siehe in der Rubrik Meditation), die für alle hilfreich sei (auch in den Familien, wo auch die Kinder davon profitieren würden mit besserer Erinnerung, mentalem Wachstum etc.).

Schließlich erklärte Śrī Tathāta, dass er eigentlich nicht vorgehabt habe, dieses Jahr nach Europa zu kommen, wegen der umfangreichen Vorbereitungen für das mahayaga. Er habe jedoch einen großen inneren Ruf verspürt (a call of love), der ihn dazu bewogen habe, doch zu kommen.

Dann lud er alle herzlich ein, zum mahayaga nach Indien zu kommen.


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Auszug aus der Videokonferenz mit Śrī Tathāta beim Festival der Sanghas im Jardin de Safran, Südfrankreich, am 16. August 2013:

"Wir leben in speziellen Zeiten. Das große Wissen, das vor so langer Zeit durch die rishis übermittelt wurde, ist dabei, enthüllt zu werden und für alle verfügbar gemacht zu werden. Die von den rishis übermittelten Wahrheiten betreffen die wahren Werte des Lebens und die rechte Art und Weise zu leben. Ihre Hinweise passen in die heutige Zeit und sind sowohl für den individuellen als auch für den kollektiven Fortschritt notwendig.

In der Geschichte der Menschheit gibt es eine große Tradition von Propheten und Meistern, die gekommen sind, um die Menschheit darauf vorzubereiten, das Wissen der rishis aufzunehmen.

Es ist das wahre Ziel jeder Menschenseele, ein göttliches Leben auf der Erde zu führen. Mit anderen Worten die Vergöttlichung des Lebens. Das ist seit dem Beginn der Zeiten unsere Suche und dieses Ziel ist sehr klar. Gleichzeitig ist die vom menschlichen Leben im Moment eingeschlagene Richtung angesichts dieses Zieles enttäuschend und sie kann Sorgen, sogar eine große Krise der Verwirrung mit sich bringen: Was können wir tun, um eine echte Entwicklung herbeizuführen, was ist der Weg?

Tatsächlich ist es unnötig, sich tief in diese Zweifel hineinzubegeben: Der Schöpfer hat alles vorhergesehen, insbesondere hat er die Wege und Mittel gegeben, um das Ziel zu erreichen. Das Ziel ist klar und auch die Mittel, es zu erreichen, wurden gegeben.

Diese Wege und Mittel wurden von den rishis zu Beginn der Zeit übermittelt. Aber die Übertragung fand bis jetzt nur im Herzen von Familien mit hohem Wissen statt (brahma-jnanis). Sie waren für die gewöhnlichen Menschen nicht verfügbar. Allerdings betreten wir neue Zeiten und diese Wege und Mittel werden für alle menschlichen Wesen verfügbar sein.

Die Schöpfung einer göttlichen Welt ist das wahre Schicksal der menschlichen Wesen. Denn wir verdienen es, auf göttliche Weise zu leben. Aber wie schaffen wir das, welches sind die Werkzeuge, die verfügbar sind?

Bevor wir über die Wege und Mittel sprechen, ist es wichtig, zu verstehen, dass der Mensch eine ganz wesentliche Rolle hat. Es liegt wirklich an ihm, dass eine neue Welt entsteht. Nicht nur das, auch seine Größe beruht auf genau diesem Potential, eine neue Welt zu erschaffen!

Wenn man die Menschheit früher und heute ansieht, kann man feststellen, bis zu welchem Punkt sie sich schon entwickelt hat. Das verdanken wir dem, was uns die Propheten und Meister gebracht haben und was zu den Religionen wurde; der Weg der Religionen hat den menschlichen Wesen geholfen, Fortschritte zu machen.

Jedoch gehören die Religionen zu einem Zyklus, der zu Ende geht, während die Welt in einen neuen Zyklus eintritt. Eine neue Welt bereitet sich vor: eine Welt der Göttlichkeit! Die rishis der alten Zeiten haben die Elemente, die die Lebensweise betreffen, und die die Mittel sind, um die göttliche Welt zu erlangen, übermittelt. Das sind große Geschenke, die menschlichen Wesen müssen sie nur noch annehmen.

Mit dieser Perspektive begibt sich Tathāta seit 2007 immer wieder in den Westen: Die Zeiten für diese große Veränderung sind jetzt gekommen und Śrī Tathāta will diese Werkzeuge und diese Lebensweise, die von den rishis kommt, verbreiten. Diese Werkzeuge sind zum Beispiel auf der individuellen Ebene sandhya upasana (Verbindungsmeditation), regelmäßige sadhana (spirituelle Übungen), sandhya vandana und agni hotra (vedische Rituale), und auf der gemeinschaftlichen Ebene die großen Rituale bis hin zu den mahāyāgas.

Die vedischen Werkzeuge wurden bis heute in der indischen Tradition bewahrt, aber mit Unvollkommenheiten: das System wurde im Laufe der Zeit geschwächt. Es muss regeneriert, neu-erleuchtet und wieder mit dem Dharma verbunden werden. Diese große vedische Tradition, dieses Geschenk der rishis an die Menschheit wiederzubeleben ist notwendig für die Evolution des Familienlebens, der Gesellschaft, der Nation und der Welt.

Jetzt ist die Zeit, um das Geheimnis der großen Veränderung, die im Begriff ist, auf globaler Ebene einzutreten, zu enthüllen: es hängt vom individuellen Niveau ab! Die Individuen sind die Basis, die Quelle dieser großen Veränderung. Es ist nämlich auf globaler Ebene von Bedeutung, ob der Einzelne positiv oder negativ lebt. Es ist entscheidend, ob sein Bewusstsein wenig in die Tiefe geht, sich ausdehnt oder universell ist. Anders gesagt trägt jeder zum Gesamtfortschritt durch die Qualität seiner Schwingung und der Entwicklung seines Bewusstseins bei. Dies erklärt sich durch die Tatsache, dass alle Wesen mit der gleichen energetischen Quelle verbunden sind. Darum hilft die Entwicklung eines Individuums dem allgemeinen Fortschritt. An sich selbst zu arbeiten trägt dazu bei, die Welt zu verändern: das ist die Größe der menschlichen Persönlichkeit!

Nicht nur die Schwingung und die Weite des Bewusstseins, sondern auch die Absicht der Person, das Mitgefühl, das sie für die Menschheit hat: wünscht sie, dass die Welt und alle Wesen sich entwickeln, in Frieden sind und zum Göttlichen streben? Eine Absicht zu haben, die über das eigene Ich hinausgeht, ist ein wertvoller Beitrag zur Gesamtveränderung.

Mögen unsere großen Absichten Wirklichkeit werden!

Mögen wir zusammen arbeiten!

Möge eine neue Welt hervorkommen, erfüllt von Bewusstsein, Unterscheidungskraft, Wohlstand und Glück!

Möge durch unsere Anstrengungen eine solche Welt entstehen!"



Verein Tathata Vrindham    info@sritathata.de