Śri Tathāta0
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gāyatrī mantra

viśvāmitra ṛṣiḥi | nicṛd gāyatrī chandaḥa | savitā devatā |

 

oṃ

 

bhūr bhu̱vaḥs sva̍ḥa ǀ

 

tat sa̍vi̱tur vare̎ṇyam ǀ

 

bhargo̍ de̱vasya̍ dhīmahi ǀ

 

dhiyo̱ yo na̍ḥf praco̱dayā̎tə ǁ

 

 

Das gāyatrī mantra (RgVeda II-62-10) kann als das wichtigste der vedischen Mantren bezeichnet werden. Nach alter indischer Tradition wurde es nur vom Lehrer an den Schüler am Tag der Initiation weitergegeben. Der vedischen Kosmologie zufolge leben wir am Ende des Kali Yuga oder dunklen Zeitalters, in dem die Menschen zunehmend materialistisch ausgerichtet sind und zu Gewalt, Ausbeutung und Drogenmissbrauch neigen. Dem Willen der Großen Zeit folgend wurde das gāyatrī mantra im 20. Jahrhundert öffentlich zugänglich gemacht, um den negativen Tendenzen im menschlichen Geist entgegenzuwirken und den Übergang zum bevorstehenden lichten Zeitalter des Dharma oder Satya Yuga zu unterstützen.

Das mahamantra gāyatrī wurde der Menschheit von den rishi (Seher) der vedischen Zeit übermittelt. Es besteht aus 24 Silben. Rezitieren wir das gāyatrī mantra korrekt und mit der richtigen Absicht, dann gehen die Schwingungen dieser 24 Silben auf positive Weise in Resonanz mit den 24 tattva, den elementaren Prinzipien im menschlichen Körper und Geist, was uns unmittelbar auf eine höhere Ebene erhebt.

bhūr bhuvaḥ svaḥa repräsentiert die drei Welten, die auf der menschlichen Ebene ihre Entsprechung in unseren drei Körpern haben: physischer Körper, Prana und Mentalkörper. bhūrloka repräsentiert die irdische Ebene; bhuvarloka repräsentiert das Prana, die subtile Ebene, von der wir die Vitalenergie entnehmen; svarloka ist mit dem menschlichen Geist verbunden, was im Makrokosmos der göttlichen Ebene entspricht, auf der der Mensch zu leben berufen ist - in Freude und Glückseligkeit, dem Geburtsrecht eines jeden Menschen entsprechend. Rezitieren wir diese drei heiligen Silben bhur bhuvaḥ svaḥa, verbinden sich unsere drei Körper mit diesen drei universalen Ebenen.

tat savitur vareṇyam

tat bedeutet Das, was ist, das höchste unbeschreibbare göttliche Sein. savita ist die göttliche Sonne, ein Widerschein des Schöpfers, der uns in diesem Universum als „Gott-Sonne“ erscheint, um alle lebenden Formen zu nähren. vareṇyam heisst, dass wir die Beschenkten sind, jene, die gerufen wurden, die Gnade des tat, des Brahmān, des Einen, zu verkörpern.  Also haben wir die Möglichkeit, das Leuchten der Gnade der Urquelle, aus der alles entstanden ist, zu werden.

bhargo devasya dhīmahi

bhargo ist das Strahlen der Sonne. Dieses erweckt die leuchtende Energie, die in unserem Inneren schläft. devasya dhīmahi bedeutet: ich meditiere über Dich, um meine Göttlichkeit zu realisieren, um eins zu werden mit dem Höchsten. Möge diese Energie meine drei Körper durchdringen und jeden Aspekt in meinem Leben göttlich machen.

dhiyo yo naḥ pracodayāt

Möge diese Energie, die von der Sonne kommt, mich bis zur Erleuchtung anheben, das letzte und höchste Stadium der menschlichen Entwicklungsstufe.

Wenn jeder Mensch, jedes lebende Wesen diese Entwicklungsstufe erreicht, dann kann man sagen, daß das Ziel der Schöpfung erreicht ist.

Śrī Tathāta sagt, wenn wir das gāyatrī mantra in diesem Bewusstsein rezitieren, dann wird es für uns alle möglich, dieses letzte Stadium der Erleuchtung zu erreichen.

 

Rishi Vashishta zufolge bewirkt die regelmäßige Rezitation des gāyatrī eine Zunahme der Intelligenz, Konzentration und des allgemeinen Prana, was im alten Indien in den Schulen angewendet wurde: vor dem Unterricht wurden zuerst 24 gāyatrī rezitiert, bevor mit dem Schulstoff begonnen wurde. Heute wird dies nur noch an wenigen Orten praktiziert.

Eine einfache Art, die hohe Energie des gāyatrī mantra in unser tägliches Leben zu intergieren besteht darin, drei lange Om (A-U-M) zu singen, um uns innerlich zu verbinden, dann eine persönliche Absicht zu visualisieren oder den heiligen Sinn des Mantras zu erinnern, dann 8, 12, 24, 36, 54 oder 108 gāyatrī zu rezitieren und anschliessend zu meditieren. Am Ende der Meditation kann die vollständige Erfüllung der Absicht visualisiert werden. Als Abschluss dieser kraftvollen spirituellen Praxis kann einmal Om shanti shanti shantihi mit vor dem Herzen gefalteten Händen rezitiert werden, um die Energie von Frieden auf allen Ebenen der Existenz zu verteilen.


 

gāyatrī mantra

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Folgende kurze Übersetzung lehrte Śrī Tathāta am 5. August 2011:

"Mögen unsere drei essentiellen Körper (physischer, emotionaler und mentaler) verbunden sein mit den entsprechenden Ebenen des Universums,

möge die Energie der Sonne in uns die Energie des Absoluten erwecken (deren Widerschein sie ist);

durch Meditation laden wir diese göttliche Kraft ein, uns vollkommen zu erleuchten."

 

 

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